Nähen

Sitzkissen Quadrate und freies Patchwork 2. Teil

Ihr habt das Sitzkissen genäht und möchtet es auf einer Wiese benutzen, nur leider ist der Morgentau noch nicht weg oder es gibt nur feucht schmutzigen Untergrund. Mit dem zweiten Teil der Anleitung ist das kein Problem. Ich zeige dir, wie du eine wasser- und schmutzabweisende Unterlage für Dein Kissen nähen kannst. Ich hoffe, du hast schon viele Kaffeetüten gesammelt? Ganz ehrlich, ich trinke gar keinen Kaffee und habe so einige Freunde motiviert, diese Tüten für mich zu sammeln. Vielen Dank dafür.

Material:

  • ca. 25 Kaffeetüten (nicht die aus Papier)
  • Schablone Kreis Durchmesser 7 cm oder andere Formen, die dir gefallen
  • Schablone gleichschenkliches Dreieck, 2 Schenkel sind 16 cm lang (rechten Winkel zeichnen, vom Mittelpunkt auf beiden Linien 16 cm abmessen, die abgemessenen Punkte miteinander verbinden)
  • Stift
  • Lineal und / oder Dreieck
  • Nähgarn
  • Schere für Kaffeetüten
  • Stoffklammern
  • Nähmaschine
  • optional Klettband

Zuschnitt:

Schneide den Boden der Tüte ab, ziehe die Längsnaht auseinander und reinige die Tüte.

Dann kannst du dir aus der Tüte die Rechtecke zuschneiden. Versuche das größtmögliche Rechteck heraus zu bekommen. Auf dem linken Bild zeichne ich eine Linie, um die Prägelinie abzuschneiden. Dann gehe ich rechts und links im rechten Winkel an der Außenkante entlang und begradige diese. Genauso zeichne ich die letzte Kante ein. Ganz wichtig ist, dass an allen vier Ecken ein rechter Winkel ist. Solltest du, wie im rechten Bild zu sehen, einen kleinen Riss in der Seite haben, ist das nicht so schlimm. Am Ende ist er nicht mehr zu sehen.

Lege zwei Kaffeetüten an der langen Seite ca. 1 cm übereinander und nähe sie mit dem Zickzack-Stich deiner Nähmaschine zusammen. Ich habe darauf geachtet, dass die glänzenden bzw. die matten Seiten der Tüten aufeinander liegen. Insgesamt brauchst du eine Breite von 48 cm. Gebe lieber ein paar Zentimeter dazu ehe die Fläche zu knapp wird.

Wenn du zwei Streifen genäht hast, kannst du diese schon zusammenfügen. Ich empfehle dir, immer einen Streifen an die Fläche anzunähen und dann den nächsten Arbeitsschritt zu machen. So kommst du gut an deinen Arbeitsbereich ran.

Ich habe Kaffeetüten in silber, in gold und auch welche, die bedruckt sind. Aus den Bedruckten schneide ich Kreise oder andere Formen heraus. Diese werden auf die Eckpunkte der Tüten gelegt und auf Stellen, die du nicht mehr sehen willst; z.B. die eingerissene Stelle, Schrift oder Papier was nicht abgeht.

Rolle die Seiten deiner Fläche auf und nähe deine Form mit Zickzack-Stich auf. Diese zwei Arbeitsgänge machst du so lange, bis du insgesamt eine Fläche von ca. 48 x 96 cm hast.

So könnte deine Fläche jetzt aussehen.

Falte die lange Seite zur Hälfte und stecke sie im Bruch mit den Stoffklammern zusammen. Die rechte Seite ist außen. Nähe dort wo die Klammern sind ca. 3 mm von der Kante eine gerade Naht. Alle geraden Nähte bitte mit der Stichlänge 3 nähen.

Von dieser Kante aus misst du 48 cm ab und ziehst eine Linie. Schiebe jetzt ein Lineal vom Bruch aus über die Fläche zur anderen Seite bis fast zur Linie. Jetzt liegen die zwei Flächen richtig aufeinander und du kannst an der Linie die Stoffklammern setzen. 3 mm von der Linie entfernt (diese ist deine Kante) die Fläche wieder zusammen nähen und direkt auf der Linie die überflüssige Kaffeetüte abschneiden. Das machst du an allen 3 Seiten.

Jetzt geht es um den Rand der Fläche. Ich habe wieder eine farbige Tüte gewählt und mir auf die Rückseite 3 cm breite Schrägstreifen angezeichnet. Du kannst die Streifen auch gerade einzeichnen oder einfarbig machen. Ich habe mir das Muster mit den schrägen Streifen ausgesucht. Wenn du die Streifen schräg einzeichnest brauchst du zwei Tüten.

Suche dir 4 ca. 23 cm lange Stücke heraus und falte sie wie beim Schrägband. Schneide dir mit Hilfe der Schablone 4 Dreiecke zurecht.

Lege die lange Seite vom Dreieck in die Mitte des Streifens und schlage ihn vorn und hinten um. Das ist jetzt wie beim Schrägband annähen.

Nähe knapp neben der inneren Kante den Streifen fest. Das machst du mit allen 4 Dreiecken.

Wenn du möchtest, kannst du die restlichen Streifen wie beim Schrägband zusammen nähen. Das ist aber nicht zwingend notwendig. Es geht auch, dass du die Streifen gerade abchneidest und zusammem nähst oder einzeln lässt. Die einzelnen Stücke oder den Streifen wie beim Schrägband falten.

Wie beim Sitzkissen wird der Streifen mit den Stoffklammern an den Rand gesteckt. Dabei werden an den 4 Ecken die Dreiecke mit gefasst. Achte darauf, dass die Kanten der Dreiecke wirklich mit der großen Fläche abschließen. Wenn du die Stücke einzeln gelassen hast, steckst du sie leicht überlappend zusammen. Nähe auch diesen Schrägstreifen, so wie bei den Dreiecken, fest.

Stecke die Ecken vom Sitzkissen in die Dreiecke und deine wasser- und schmutzabweisende Unterseite ist fertig. Wenn du möchtest, kannst du zwischen Kissen und Unterseite noch Klettband anbringen.

Im dritten Teil kommt ein Gurt zum zusammen Schnüren und Tragen mit einer kleinen Tasche dazu.

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